Gesundheit fördern durch Stressprävention - 9 Tipps

Fällt Dir auf, dass Dein Nacken ständig verspannt ist und Dein Rücken schmerzt? Oder kannst Du Dich schlecht konzentrieren und vergisst die einfachsten Dinge? Kannst Du häufig nicht richtig gut ein- bzw. durch schlafen und fühlst Dich häufig sehr erschöpft? Bist Du oft durch die kleinsten Auslöser den Tränen nahe? Oder ärgern und reizen Dich die banalsten Dinge? Empfindest Du Dich als rastlos oder ertappst Dich beim Frustessen?

Dies können alles Stress-Symptome auf körperlicher, emotionaler, geistiger oder Verhaltens-Ebene sein.

Wer oft oder dauernd unter Stress steht, kann in eine starke Erschöpfung geraten oder wird anfällig für Krankheiten u.a. Immunschwäche, Depressionen, Burn-out, Magen-Darmbeschwerden oder Bluthochdruck.

Insgesamt blicke ich auf 33 Jahre Berufs-erfahrung in den verschiedensten Branchen und Tätigkeiten zurück: Aktuell als Selbständige tätig (www.coaching4relax.ch), zuvor als Marketing-Fachfrau in der Hotellerie, als kaufmännische Angestellte in NPOs und als Retailkunden-Betreuerin auf einer Grossbank. Was mich motiviert: Eine Brücke zu bauen zwischen Theorie und Umsetzung. Menschen darin zu begleiten, ein selbst bestimmtes Leben zu führen.


In diesem und in den nächsten Blogbeiträgen, warten Inspirationen, Wissenswertes und 9 Tipps darauf entdeckt zu werden. Zudem freut es mich, wenn damit eigene Erfahrungen gemacht werden können und im Blog darüber ein Austausch unter den Alumni-Mitgliedern ins Laufen kommt. Beginnen wir gleich mit der Frage:


Was ist Stress?

Bei Stress handelt es sich um eine natürliche Reaktion des Körpers auf alles, was er als gefährlich einstuft. Die sogenannte Stressreaktion, auch Kampf- und Fluchtreaktion genannt, hatten schon unsere Urahnen. Sie stammt aus der frühen Entwicklungsgeschichte der Menschheit, denn damals ging es häufig um Leben und Tod. Heute befinden wir uns nur selten in lebensbedrohlichen Situationen, doch für unser Gehirn macht das keinen Unterschied. Es prüft nicht, ob ein Stressor tatsächlich eine Gefahr für unser Leben darstellt.

Ein Stressor ist ein innerer oder äußerer Reiz, den der sensorische Thalamus im Zwischenhirn anhand der Analyse von Sinneneindrücken als riskant einstuft. Egal, ob uns beinahe ein Auto gerammt hätte oder ob uns der Chef kritisiert: Die Stressreaktion läuft immer nach dem gleichen Muster ab. Die Amygdala, ein mandelförmiger Knoten von Nervenzellen im Inneren des Gehirns, löst die Reaktion aus, wenn der Thalamus einen Stressor erkennt. Nach ihrer Aktivierung setzt die Amygdala über zwei verschiedene Nervensysteme einen komplexen Prozess in Gang.

Wenn Du nur gelegentlich unter Stress leidest, kann der Körper diesen Kraftakt leicht bewältigen. Unglücklicherweise zeigt die neuste Studie unter Schweizer Erwerbstätigen (5,1 Mio.), dass sich jeder Dritte (29,6%) dauernd gestresst und erschöpft fühlt. Im Jahr 2014 lag diese Zahl noch bei 24,3%. Die aktuelle Messung, der Schweizer Job-Stress-Index 2020 wurde im Zeitraum vom 3.2. bis 3.3.2020 durchgeführt. Die Werte zeigen also die Situation noch vor der akuten Pandemie-Phase.

Es gilt daher ganz ehrlich bei sich hinzuschauen, ob die oben beschriebenen Symptome ein Dauerzustand bei sich darstellen und falls JA, dass entsprechende Schritte zur Veränderung eigenverantwortlich eingeleitet werden.


Quellennachweis: Gesundheitsförderung Schweiz, Job-Stress-Index 2020 Fakten (www.job-stress-index.ch)



9 Tipps zur Stressprävention - Tipp Nr. 1: "Stressoren erkennen"


Statistiken zeigen, dass die meisten Stressoren zum Alltag gehören: Zeitdruck, Streit mit nahestehenden Personen, Konflikte am Arbeitsplatz und gesundheitliche Sorgen sind die häufigsten Stressoren. Damit Du Stress verursachende Faktoren verringern kannst, ist es nützlich, wenn Du sie Dir als erstes bewusst machst. So kannst Du klar sehen, wo am meisten Stress entsteht.


Selbstwirksame Übung Nimm Dir eine halbe Stunde Zeit und schreibe auf, was Dir am meisten zusetzt. Mit dieser Liste kannst Du beginnen, über Lösungen nachzudenken. Beachte dabei folgende Lebensbereiche: Arbeit, Beziehungen, Familie, aufwändige Hobbies, Existenz (Gesundheit, Einkommen), Fremdbestimmung vs. Selbstbestimmung.


Hilfe zur Selbsthilfe Sollte es Dir nicht gelingen, den Haupt-Stressor zu verändern, dann ist es nützlich, Hilfe anzunehmen, welche Dich unterstützt, einen eigenverantwortlichen Weg zur Veränderung zu gehen. Ein Coaching z.B. könnte sich hierzu als erster Schritt eignen.


Was ist ein Coaching? Coaching ist freilassen und selbstverantwortlich handeln: Der Coach geht davon aus, dass er NICHT weiss, was für den Coachee das Beste ist, sondern nur dieser selbst bereits alle Lösungen in sich trägt. Es ist eine Reise, auf welcher der Coaching-Nehmende (Coachee) die Reisekarte in der Hand hat, und der Coach die Taschenlampe hält, um mit den richtigen Fragen auf die Karte zu zünden. So werden passende Lösungen sichtbar, welche mit eigenen Ressourcen im Reisekoffer motiviert und mit Erfolg umgesetzt werden können. Zwei bis drei Stunden Coaching reichen oft aus, um ein Thema im Coaching-Prozess zu erarbeiten.



«Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.» (Aristoteles)









Vorschau zum Tipp Nr.2: Vorhandene Zeit optimal einteilen.
Zeit ist kostbares Gut oder wie gehe ich am besten mit der Ressource Zeit um? Und wieso eine nützliche Morgenroutine und Pausen uns Zeit gewinnen lassen.






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